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Hausmittel gegen Gicht

Gicht (Urikopathie) ist eine durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken verursachte Krankheit. Erhöhte Konzentrationen von Harnsäure im Blutkreislauf führen zu Ablagerungen auf Gelenkknorpeln, Sehnen und umringenden Geweben und sind Ursache von Entzündungen und Zerstörung dieser Gewebe.

Ursachen für Gicht

Nierenversagen
Erbliche Veranlagung
Falsche Ernährung
Diabetes mellitus
Übergewicht
Bluthochdruck
Alkohol
Mangelnde körperliche Bewegung

Symptome von Gicht

Gicht kennzeichnet sich durch quälende, plötzlich und unerwartet auftretende, brennende Schmerzen in Kombination mit leichtem Fieber,  Schwellung, Rötung und Steifheit der betroffenen Gelenke. Obwohl Gicht in den meisten Fällen in den Zehen auftritt kann sich die Krankheit auch in anderen Körperteilen (Fersen, Handgelenken, Knöcheln, Knien, Ellenbogen etc.) manifestieren. Gicht tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf und die Patienten leiden unter zwei Arten an Schmerzen. Zum Einen verursachen die Harnsäurekristalle, innerhalb der entzündeten Gelenke, höllische Schmerzen beim Bewegen dieser Gelenke und zum Anderen können selbst leichte Berührungen der geschwollenen und wunden umringenden Hautgewebe ebenfalls extreme Schmerzen verursachen.

Die Symptome der Reihe nach:

Starke Gelenkschmerzen
Schwellungen in den Gelenken
Extreme Zartheit in den Gelenken
Glänzende, rötliche oder violette Haut im Gelenkbereich
Fieber
Appetitlosigkeit
Nierensteine
Ausfall der Nieren
Dehydrierung

Mittel gegen Gicht

Gicht ist eine ernstzunehmende Krankheit und muß immer ärztlich behandeld werden. Eine unbehandelte Gicht kann sich von schweren Gelenkschäden bis hin zur Invalidität weiterentwickeln. Darüber hinaus kann überschüssige Harnsäure Nierensteine verursachen. Obwohl es verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Beseitigung überschüssiger Harnsäure und zur Linderung von Schmerzen und Symptomen gibt können auch einige altbewährte Hausmittel gegen Gicht, in Kombination mit diesen Medikamenten, nützlich sein. Wichtig ist jedoch immer ärztlichen Rat einzuholen, sich nicht nur auf Hausmittel zu verlassen und die Verwendung von Hausmitteln mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Einige Volksheilmittel gegen Gicht

  • Kirschen: Kirschen besitzen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und hemmen gleichzeitig auch die Produktion von Harnsäure. Der Verzehr von etwa 15 frischen Kirschen pro Tag kann das Risiko auf Gichtanfälle um bis zu 35% senken. Wer keine frischen Kirschen zur Verfügung hat kann auch, obwohl etwas weniger effektiv, auf eingefrorene und eingemachte Kirschen oder auf Kirschensaft zurückfallen.
  • Kräutertee: Harntreibende Kräuter wie z.B. Brennessel oder Goldrute können, wenn als Tee getrunken, Harnsäure an sich binden und aus dem Körper schwemmen. Die Liste der dafür in Frage kommenden Kräuter ist lang, vor Einnahme sollte man jedoch immer den behandelnden Arzt konsultieren um sicherzustellen daß es dabei nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt oder daß sich die Kräuter mit anderen Gichtmedikamenten vertragen. Kräutertees können innerlich und äußerlich angewendet werden.
  • Teufelskralle: Die Teufelskralle ist ein weiteres entzündungshemmendes Hausmittel gegen Gicht und kann ebenfalls als Tee konsumiert werden. Teufelskralle wirkt jedoch auch blutverdünnend und sollte nicht bei Verwendung von blutverdünnenten Medikamenten oder bei Diabetes angewendet werden.
  • Wasser: Viel Wasser trinken entgiftet den Körper, befreit Ihn damit auch von überschüssiger Harnsäure und schützt vor dem Entstehen von Nierensteinen. Pro Tag sollte man etwa 2 Liter Wasser trinken.
  • Obst und Gemüse: Bananen sind ein gutes Hausmittel gegen Gicht, sind reich an Mineralien wie Phosphor, reagieren chemisch mit den Harnsäure-Ablagerungen und können Diese aus dem System entfernen. Obst und Gemüse wie Zitrusfrüchte, Beeren, Tomaten, Paprika und grünes Blattgemüse enthalten viel Vitamin C und hemmen Gichtentzündungen.
  • Luzerne: Luzerne sind eine gute Quelle für Mineralien, senken den Serum-Harnsäurespiegel, verhindern Ablagerungen in den Gelenken und damit auch ein Fortschreiten der Gicht.
  • Apfelessig: 2 Teelöffel Apfelessig mit 2 Teelöffeln Honig, zweimal täglich eingenommen, vermindert Schmerzen und Symptome von Gicht.
  • Fußbäder: Bei Gicht in den Zehen empfehlen sich warme Fußbäder, entweder in mit Wasser verdünntem Ingwertee oder mit im Wasser aufgelöstem  Bittersalz oder Aktivkohle. Die Füße etwa 30 Minuten lang im heißen Wasser baden und dann, weil Ingwer Hautirritationen verursachen kann, gut abspülen.
  • Eis: Zur schnellen Schmerzlinderung kann man die betroffenen Stellen mit Eis kühlen. In der Regel werden die Schmerzen damit sofort aufhören, Eis ist jedoch nur ein kurzfristige Lösung und sollte darum mit anderen Hausmitteln gegen Gicht kombiniert werden.
  • Wacholderöl: Kompressen mit Wacholderöl sind ein gutes Mittel gegen Gicht und können die toxischen Ablagerungen in den Gelenken abbauen.

Gichtanfällen vorbeugen

Konsum bestimmter Lebensmittel führt zu höheren Harnsäurewerten und um Gichtanfällen vorzubeugen sollten diese Lebensmittel wenn immer möglich vermieden werden. Dazu gehören:

  • Fleisch: Speck, Innereien, Kalbsbries, Brühe aus Fleisch und Soßen, Bouillon und Innereien (Herz, Leber, Nieren).
  • Geflügel: Geflügel wie Gänse und Truthähne.
  • Meeresfrüchte: Sardinen, Garnelen, Krabben, Lachs, Forelle, Makrele, Kabeljau, Sardellen, Hering und Muscheln.
  • Gemüse: Gemüse wie Blumenkohl, Spargel, Bohnen, Erbsen, Pilze, Linsen und Rhabarber.
  • Getränke: Alkoholische Getränke, insbesondere Bier.
  • Backwaren: Torten, Kleingebäck, Eiscreme.
  • Aspirin: Aspirin führt zu erhöhten Harnsäurewerten.
  • Fett und Zucker: Gesättigte Fette, Monosaccharide und Kohlenhydrate wie Fruktose.

Übergewicht und körperliche Inaktivität sind weitere Risikofaktoren für das Auftreten von Gichtanfällen.

Übergewicht verursacht erhöhte Harnsäurewerte bei, durch Überbelastung,  gleichzeitiger Verringerung der Ausscheidung von Harnsäure durch die Nieren. Bei Übergewicht und gleichzeitiger Gicht sollte man darum versuchen abzunehmen. Dabei empfiehlt sich eine langsame Ernährungsumstellung. Fastenkuren versprechen einen schnelleren Erfolg, können jedoch auch Gichtanfälle auslösen und sollten daher vermieden werden.

Regelmäßige Bewegung stärkt Gelenkknorpel und Gelenkmuskeln, entfernt Abfallprodukte aus dem Körper und kann Gelenkschmerzen lindern oder verhindern. Regelmäßige Bewegungsübungen gegen Gicht sollten sich auf die Gelenke konzentrieren und aus Dehn- und Streckübungen bestehen.

Kamille

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