Hausmittel gegen Lippenherpes

Lippenherpes (Herpes simplex labialis) entsteht aus einer Infektion mit dem Herpes-Simplex-Virus 1 (HSV-1) und kennzeichnet sich durch Bläschenbildung, insbesondere im Übergangsbereich zwischen Haut und Lippenrot oder im Mundwinkel. Infektionen finden meist schon im Kindesalter statt und verbleiben oft viele Jahre im Ruhestand bis das Entstehen von Lippenherpes durch bestimmte Faktoren wie zu starke Sonnenbestrahlung, Immunschwäche, hormonelle Veränderungen im Körper während der Menstruation oder Schwangerschaft, übermäßiger Alkoholkonsum, Mangel an Nährstoffen oder Stress ausgelöst werden kann.

Die Fieberbläschen sind peinlich, ansteckend, schmerzhaft und sehr gut sichtbar, glücklicherweise gibt es jedoch einige sehr wirksame Hausmittel gegen Lippenherpes womit man die Symptome schon beim Entstehen bekämpfen und zurückdrängen kann.

Einige der bekanntesten und wirksamsten Hausmittel gegen Lippenherpes

  • L-Lysin: Lysin ist eine gegen Lippenherpes ausgezeichnet wirksame Aminosäure und verhindert eine weitere Ausbreitung der Herpesviren. Lysin gibt es als Aminosäurepräparat L-Lysin zu kaufen oder man kann vermehrt lysinreiche Nahrungsmittel wie Fisch (insbesondere Lachs), Milchprodukte, Käse, Soja, Bohnen, Hefe sowie Hühner-, Rind- oder Schafsfleisch konsumieren. Zur direkten Behandlung ist L-Lysin besser geeignet, lysinreiche Nahrungsmittel funktionieren besser zur Vorbeugung.
  • Süßholzwurzel: Süßholzwurzel enthält Glycyrrhizinsäure Die das virale Wachstum blockiert und ist damit ein ebenfalls sehr effektives Hausmittel gegen Lippenherpes. Süßholzwurzel, nicht mit Lakritze zu verwechseln, gibt es als Tee oder als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform zu kaufen. Sie ist ein sehr wirksames reinigendes Naturheilmittel, sollte jedoch nicht während einer Schwangerschaft und nicht in übermäßigen Mengen konsumiert werden. Pro Tag sollte man nicht mehr als 4 g davon einnehmen. Diese Menge entspricht etwa 2 Teebeuteln. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln sollte man sich an die Anweisungen auf der Verpackung halten.
  • Zitronenmelisse: Aus der Zitronenmelisse kann man einen Melissentee zubereiten und Diesen täglich, oder jedesmal wenn man die ersten Symptome eines herpesausbruchs verspürt, trinken. Alternativ kann man die betroffenen Bereiche auch mit Melissengeist betupfen.
  • Knoblauch: Zur Behandlung mit Knoblauch die Herpesbläschen mit frisch aufgeschnittenen Knoblauchscheiben bedecken und etwa 30 Minuten lang einwirken lassen.
  • Teebaumöl: Teebaumöl hilft bei vielen Hautkrankheiten und ist auch ein ausgezeichnetes Mittel gegen Lippenherpes. Bei manchen Leuten kann es jedoch zu Hautirritationen führen und in einem solchen Fall sollte man es mit Olivenöl verdünnen. Sollten die Hautirritationen dann noch immer auftreten empfiehlt es sich um die Behandlung mit Teebaumöl sofort einzustellen und auf ein anderes Hausmittel gegen Lippenherpes zurückzugreifen. Zur Behandlung die Bläschen mit dem (verdünnten) Teebaumöl betupfen.
  • Teebeutel: Wenn man bereits Bläschen auf den Lippen hat kann man Diese für einige Minuten mit einem warmem Teebeutel bedecken. Tee besitzt antivirale Eigenschaften und kann den Herpesausbruch zurückdringen. Die Bläschen danach mit Eukalytusöl betupfen und diese Prozedur mehrmals täglich wiederholen.

Vorbeugung

  • Ernährung: Um das körperliche Immunsystem zu stärken ist es wichtig um sich gut zu ernähren. Dazu gehören die schon oben erwähnten lysinreichen Lebensmittel sowie Hafer, Truthahn, Austern, Paranüsse, Bananen, Kartoffeln, Avocados, Kefir und Hülsenfrüchte. Nahrungsmittel mit hohem Arginingehalt, wie Schokolade, Vollkornprodukte, Erdnüsse, Kokosnüsse oder Kartoffelchips, sollte man wenn immer möglich vermeiden.
  • Schlaf: Zuwenig Schlaf schwächt das Immunsystem und eine ausreichende nachtruhe ist darum besonders wichtig. Dasselbe gilt für Stress. Stress sollte man soweit es geht vermeiden.
  • Infektionsgefahr: Vermeiden Sie direkten Kontakt mit anderen an Lippenherpes erkrankten Personen. Reiben, Kratzen oder Berühren der Wunden sollte man, um die Infektion nicht auf andere Körperteile zu übertragen, sollte man ebenfalls unterlassen.